Social Media, Informationsüberflutung und Automatisierung

Um tatsächlich mehr bloggen zu können, und vor allem, um einigermaßen auf dem Laufenden zu sein, habe ich meine Social Media Umgebung etwas umgebaut. Deswegen kann es in der nächsten Zeit durchaus zu kleineren Verschluckern kommen. Grundsätzlich möchte man natürlich die verschiedenen Plattformen bedienen und eine gewisse Automatisierung hin bekommen. So sieht es im Moment aus

Informationesaggregation:

Grundsätzlich versuche ich, social media und Nachrichten nicht in meiner Mailbox zu haben. Mail ist zum Arbeiten da und jede Mail bedeutet potentiell Arbeit. Dies ist bei den Neuigkeiten, die sich aus Blogs und Portalen ergeben anders. Es muss auch mal erlaubt sein, solche Dinge nicht oder nicht sofort zu lesen, Stichwort Informationsüberflutung.

Als Sammelstation für Dinge, die mich interessieren könnten, die aber nicht überlebenswichtig sind, habe ich RSS-Feeds von interessanten Seiten oder Blogs abonniert und mir verschiedene Google Alerts definiert, die dann ebenfalls als RSS-Feeds gesammelt werden. Diese kann man wunderschön in Feedly sammeln. Die App ist super, das Portal ist ok, aber so habe ich im Zug oder Flieger immer quasi meine Tageszeitung dabei. Flipboard ist auch nicht schlecht, sieht besser aus und ist sehr stylisch, hat aber einen gravierenden Nachteil: es lässt sich nicht automatisieren Zwinkerndes Smiley

Informationsverarbeitung:

da es ja nicht nur darum geht, die Informationen zu erfassen, sondern auch darum, sie zu bewerten und in bester Getting Things Done Tradition zu entscheiden, was man damit machen soll, gelten eigentlich auch die gleichen Ansätze und ein ähnlicher Workflow:

Für alles, was man beim Stöbern sieht gibt es folgende Fragen zu beantworten:

Ist es relevant (für mich, für andere)

– wenn nein, dann weiter zum nächsten

– wenn ja, dann

ist es entweder für mich relevant und ich möchte es mir merken oder ich möchte eine Aktion starten oder aber ich möchte es für andere verfügbar machen (also Do it, delegate it, defer it) im Sinne der GTD-Philosophie.

Werkzeuge:

wie bei jedem Information Junkie kommen viele Tools zum Einsatz:

Mail, Termine, Adressen: Outlook. Wir nutzen Office 365 von Microsoft in der Firma, da hat man dann alles (für 10 Euro pro Nutzer und Monat) Leider taugen OneNote und die Outlook Aufgaben verwaltung nix, so dass man externe Tools nehmen muss.

Persönliche Aufgabenverwaltung: ToodleDo (incl. der App und TaskUnifier als Desktop-Werkzeug). Unschlagbar mächtige Implementierung der GTD-Methode. (Synchronisation mit Outlook, damit die Tasks dort auch im Kalender stehen) über gSyncit, ebenfalls sehr mächtig, Kategorien in Outlook können auf GTD-Projekte abgebildet werden, …

Aufgabenverwaltung bei der Firma: Redmine, ebenfalls sehr mächtig, wir haben es über Plugins erweitert, so dass alle zu den Projekten gehörenden Dokumente in einem kleinen DMS gespeichert werden, etc. Damit organisieren wir unsere Projekte, unsere Studenten erfassen ihre Zeiten, etc.

Persönlicher ubiquitärer Speicher: Evernote: als App und Desktop auf jedem Gerät verfügbar, in Feedly verfügbar

 

Automatisierung

Diese komplexe Toolchain ist sehr davon abhängig, dass die einzelnen Werkzeuge zusammen passen und sich synchronisieren und da kommt jetzt Zapier ins Spiel. Ich hatte mir vor längerem mal IFTTT und Zapier angeschaut und mich dann für Zapier entschieden, da ich darüber die Automatisierung hin bekomme. Zapier redet mit allen Systemen, so dass ich über eine Zapier-Regel ToDos im ToodleDo anlegen, wenn in Redmine Tickets geschrieben werden, Tweets in die verschiedenen Blogs verteile, Neue Einträge in Evernote in eine Aufgabe verwandle, etc.

Das Basteln der Regeln wird noch eine Zeit in Anspruch nehmen, aber im Moment bin ich sehr begeistert Zwinkerndes Smiley

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