Über mich

_MG_4236Wenn Du sie nicht überzeugen kannst, dann verwirre Sie wenigstens. Dieser etwas flapsige Spruch hat durchaus einen ernsten Kern. Aus der Forschung weiß man, dass das menschliche Gehirn bei wiederkehrenden Dingen oder bei Routine sofort in den „degradierten Modus“ zurück schaltet, man ist ja bequem im Kopf. Nur wenn der Denkmaschine Neues oder Irritierendes präsentiert wird oder wenn es Abweichungen von der Routine gibt, dann ist unser Denkapparat gezwungen einen Gang hoch zu schalten und Gas zu geben. Insofern finde ich es wichtig, wach zu rütteln  und neue Wege zu gehen, da nur so kreative oder innovative Ideen möglich sind. Oder, wie C.G. Jung einmal treffend formulierte: „Fürchte nicht das Chaosdenn im Chaos wird das Neue geboren“. 

Ich habe – beginnend 2000 – fast 15 Jahre bei OFFIS, dem Oldenburger Informatik-Institut als Bereichsleiter gearbeitet. Zuletzt war ich von 2009 bis Anfang 2014 für das Business Development des Bereichs Verkehr (oder englisch Transportation) verantwortlich und habe diesen Bereich  zusammen mit drei Kollegen geleitet. Der Bereich Verkehr arbeitet an Methoden und Technologien zur Entwicklung von zuverlässigen, kooperativen und assistierenden Systemen im Transportwesen. Technisch gesehen beschäftigen sich OFFIS im Wesentlichen mit sicherheitskritischen Eingebetteten Systemen, die in Transportsystemen zum Einsatz kommen (und das kann vom autonomen Flugroboter über Gabelstapler bis zu Autos, Schiffen, Zügen und Flugzeugen alles sein), daher ist alles, was mit Forschung, Technik, Förderprogrammen in den entsprechenden Branchen zu tun hat, von Interesse für mich. Weitere Informationen: OFFIS

Von 2011-Anfang 2014 hatte ich meinen Job bei OFFIS auf 50% reduziert, da ich das Clustermanagement von Automotive Nordwest als Freiberufler übernommen hatte, insofern ist natürlich das Automobil oder Mobilität im Allgemeinen von besonderem Interesse für mich. Automotive Nordwest wurde  2008 gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht hat,  den Bekanntheitsgrad der Region Nordwest als automobiles Kompetenzzentrum zu steigern. Ein weiteres Ziel des Vereins ist die Förderung der Wirtschaftsbeziehungen und des branchenübergreifenden Erfahrungsaustausches der Netzwerkmitglieder durch Veranstaltungen, Workshops und Wissenstransfer. Das Netzwerk Automotive Nordwest dient damit als Kommunikationsplattform der Branche in der Region. Weitere Informationen dazu: Automotive Nordwest e.V.

Von Anfang 2013 bis Mitte 2015 war ich als Experte Mitglied in der Landesinitiative Mobilität Niedersachsen.

Nach einer längeren Übergangsphase von 2011-Anfang 2014, in der ich in Teilzeit bei OFFIS und nebenher als Freiberufler gearbeitet habe, habe ich im April 2014 dann endgültig das OFFIS verlassen, um mein eigenes Unternehmen embeteco aufzubauen. Die embeteco GmbH & Co. KG ist ein Oldenburger High-Tech-Unternehmen, dessen Stärken im tiefen Verständnis von Technologie, der Erkennung der Herausforderung von heute und morgen, sowie in der guten Vernetzung mit klugen Menschen in den unterschiedlichsten Fachgebieten liegen. Unsere Wurzeln liegen in der Entwicklung von Zukunftstechnologien – die Realisierung von Visionen wie Smart Cities, Industrie 4.0, Smart Grids oder Ambient Assisted Living zählt zu unseren Kompetenzen. Der technologische Schwerpunkt unserer Expertise liegt auf dem Internet der Dinge sowie auf „Cyber-Physical-Systems“, also intelligent vernetzten Systemen aus Elektronik und Software (im speziellen Apps und Cloud-Anwendungen). Näheres unter embeteco

Privat bin ich Ehemann, Vater von (mittlerweile nur noch) zwei Kindern und Herrchen zweier Hunde. Unser jüngster Sohn Sebastian, der am 16.04.2017 an den Folgen eines epilaptischen Anfalls gestorben ist, hatte einen seltenen Gendefekt, eine sog. SCN2A-Mutation, was sich in Autismus und Epilepsie äußert. Ich habe mit anderen Eltern den Bundesverand ABA-Eltern gegründet, der versucht, den sehr erfolgreichen Therapieansatz ABA/VB zu verbreiten, den wir auch mit Sebastian genutzt hatten. Infos zu ABA finden sich hier: ABA-Eltern. Wir hatten es mittels Unterstützter Kommunikation geschafft, dass wir mittels einer iPad-App mit Sebastian kommunizieren konnten. Aus diesem Grund engagiere ich mich für UK u.a. durch die Gründung von MEZUK.

Um alle diese multiplen Teile meiner Persönlichkeit unter einen Hut zu kriegen, beschäftige ich mich seit langem mit Selbstmanagement-Methoden und bin ein überzeugter Anhänger der Getting Things Done (GTD) Methodik und wende diese in einer modifizierten Form auch selber an. Als Spielkind und überzeugter Geek interessieren mich natürlich alle möglichen Gadgets und interessante Software.

Evtl. wird aus diesen Anmerkungen klar, woher die evtl. etwas schräg wirkende Zusammenstellung der Themen kommt, die mich interessieren und die sich hier finden.

Viel Spaß beim Lesen

Matthias Brucke